Dieser Text ist die Übersetzung des "Simple Shrine Ritual" von Ian Corrigan. Das Einfache Schrein Ritual eignet sich sehr gut dazu die Ritualstruktur und insbesondere das innere Erleben dabei zu erlernen. Eine weitere Unterstützung kann der Modulaufbau des Rituals sein, was auf einer von Ishtar geschriebenen Variante des "Einfachen Schrein Rituals" basiert. (Übersetzungsanmerkung).

Diese Arbeit ist  gedacht Schüler in das innere Erleben der druidischen Ritualordnung einzuführen. Dieses Skript begleitet insbesondere das Einfaches Schrein Ritual Video (Englisch). Wir haben geführte und ungeführte MP3 Aufnahmen des Skripts. (Deutsche Audios sind in Arbeit). 

Der Ritus sollte durch einen geübten Ritualleiter supervidiert werden. Der Ritualleiter liest die Anleitungsteile im Text und der Schüler führt die Worte und Handlungen des Rituals selbst durch. Wenn das nicht möglich ist, könnte es von einem Schüler für den anderen geleitet werden, ein einzelner Schüler könnte die Anleitung aufnehmen und sie während dem Ritual abspielen, oder die Schülerin könnte einfach den Anleitungsanteil üben, bis sie sie auswendig weiß.

Wenn ein Leiter dabei ist, sollte er/sie sicher sein, die Visualisation so komplett wie möglich selbst zu erleben und zu projizieren. Das hilft die Atmosphäre zu schaffen, die den Schüler in die spirituelle Realität des heiligen druidischen Hains zieht.

Der Schüler sollte einen kompletten Schrein haben, einen guten und gemütlichen Stuhl davor und alles so vorbereitet,  dass er alle Bereiche innerhalb der Arbeitsfläche erreichen kann. Ist ein Leider da, sitzt dieser nahe an der einen Seite um den Text ins Ohr zu rezitieren und er sollte den kompletten Text (inklusive der Meditationen) haben. Wenn die Schülerin mit Skript arbeitet, sollte es ein reiner Textskript sein mit nur den Handlungen und gesprochenen Worten (ohne Meditationen).

Gebrauchte Materialien: kleine Glocke, Feuertopf oder Kerze und Räucherschale mit Räucherung (das Tinteann – „Herdfeuer“), Kessel mit gesegnetem Wasser (das Coire tobar, oder Tobar – „Quelle“), Welten Baum Symbol oder Stab als Achse (Bile – „Baum“) aufgestellt, Bilder der Schirmgötter, ein Horn oder ein Kelch um zu gießen und trinken, eine Opferschale vor dem Feuer wenn das Ritual drinnen stattfindet, Opfergaben (Getreidemehl, Silber, Olivenöl oder ätherische Öle), Bier für die Opfergaben und zum Trinken, und ein Werkzeug womit ein Omen gezogen werden kann.

Das Öl könnte in einer Ampulle aufbewahrt werden, aus der eine kleine Gabe ausgegossen wird, aber es ist traditioneller eine Schale Öl und einen Löffel oder eine kleine Gießkelle zu benutzen um es ins Feuer zu geben. Wenn Räucherung benutzt wird, so kann Pulverräucherungen, die mit einem Löffel auf die Kohle gegeben wird das gleiche Gefühl hervorrufen. Nicht-brennbare Gaben werden in die Opferschale gelegt, welche nach dem Ritual in die Erde geleert wird.



Die Ritualarbeit


(Der Text, der vom Führer gelesen wird ist kursiv gedruckt. Die Ritualinstruktionen in Standard und der gesprochene Teil ist fett.)

Der Ritualführer und der Ritualist nehmen gemeinsam 9 Atemzüge.

Der Ritualführer leitet die „Neun Atemzüge Zentrierung“ und beginnt dann:

So atme tief und fühl das fließen von Licht und Dunkel in deinem Körper und deinem Geist… du sitzt hier an deinem eigenen druidischen Schrein… wenn du deine Augen geschlossen hattest, öffne sie nun. Atme und fühle weiterhin den Fluss der Zwei Kräfte… lass deinen Körper sich entspannen… sitze tief in deinem Sitz… Blicke auf die Symbole und Werkzeuge auf einem Schrein……..denk daran an dieser Entspannung festzuhalten… diesem abgelösten Fokus… während dem du dein Ritual abhältst.

Du beginnst damit 9 Glockenschläge oder Klopfgeräusche zu machen und beginnst mit dem Eröffnungsgebet…

Vollziehe neun Glockenschläge, dann hebe die Hände zum Himmel und sage:

Ich bin hier die Götter zu ehren.
Seid mit mir Leuchtende, in meiner Arbeit; verzeiht Fehler und gewährt mir, ich bitt’ euch, Euren Segen.


So hast du begonnen… atme tief, fühl den Fluss und das Leuchten der Kräfte und lass deine Kraft der Visionen wach werden… lass dein inneres Auge sich an das Land erinnern auf dem du sitzt… auf dem das Gebäude das deinen Schrein hält sitzt… das Land unter allen menschlichen Dingen die du kennst… in dem Land lebt der Geist der Erdmutter... lass deine Imagination die Göttin des Landes sehen… in welcher Form auch immer die richtige für dich ist… als eine große Frau der Stärke, Weisheit und großer Großzügigkeit… sieh sie gewandet und gekrönt, ihre Form  gewunden mit Leben und wechselnden Formen… sieh wie sie klar und real in deiner Vision wird… fülle dein Herz mit Liebe für die Erde die dich nährt und öffne dein Herz für ihre Liebe… während du ihr eine Gabe darbringst…

Gib ein Prise Getreidemehl in die Opferschale und sag: 

Erdmutter, ich bin dein Kind. Allmutter, ich bitte dich mein Ritual zu segnen und zu tragen wie du die ganze Welt trägst. Erdmutter, nimm mein Opfer an!

Wisse, dass die Allmutter all deiner Arbeit zugrunde liegt… jetzt sieh vor deinem inneren Auge ein Lichtstrahl von oben auf dich herabscheinendrehe deine... Handinnenflächen zum Himmel… und lass die drei Strahlen des Awen auf deinen Kopf und deine Hände scheinen... dies ist das Licht der Inspiration… das Feuer der Weisheit, die schnelle, klare Kraft in den druidischen Geist bringt… fühle diese Kraft in dir, während du sie ehrst und sagst:

Lege deine Hände an dein Herz und öffne dich für das Licht der Inspiration indem du sagst:

Kraft der Inspiration, bewohne den Schrein meiner Seele. Erquicke meine Zunge, so dass ich dieses Ritual in Schönheit und Wahrheit begehen möge.

Das Imbas leuchtet auf dich herab… Die Mutter des Landes umgibt und trägt dich… du bist dabei den Schrein des Druidentums heraufzubeschwören, zu tun wie die Alten taten… den Kräften zu opfern und den Hain, das Tor und den Segen kennen zu lernen… Kind der Erde, ist es dein Wille das dies so geschieht?...

Erkläre den Grund des Rituals, sag:

Ich bin hier zu tun was die weisen Alten taten, den Kräften zu opfern und den Weg der Druiden zu kennen. So sei es!

Dann atme tief und fühl den Fluss der Zwei Kräfte in dir… Blicke auf deinen Schrein… auf dein Feuer, deine Quelle und deinen Baum… jetzt nimm das Silber auf, dass du der Quelle opfern wirst… sieh dein Coire Tobar sich mit der Kraft der Unterwelt füllen während das Wasser es füllt... du gibst deine Opfergabe in das Dunkle Wasser während du sagst…

Gib Silber in den Kessel:

In der Tiefe fließt das Wasser der Weisheit: Heilige Quelle, fließe in mir.

Blicke auf das Tinteann, und stelle sicher, dass die Flamme gut brennt ... nimm deine Opfergabe zum Feuer… sieh wie die Kraft des Himmels das gewöhnliche Feuer in deinem Herd füllt, so dass es stärker scheint als sein gewöhnliches Licht… während du dein Opfer bringst sage:

Bring dem Feuer eine Opfergabe dar und sag:

Ich entzünde das heilige Feuer in Weisheit, Liebe und Kraft. Heiliges Feuer, brenne in mir.

Besprenkle jetzt den Bile mit Wasser und sieh die dunkle Kraft von unten nach oben fließen….und beweihräuchere deinen Bile mit einer Räucherung oder Flamme und sieh wie die leuchtende Kraft von oben nach unten fließt….. atme tief ein und sieh das Wasser und das Feuer in deinem Schrein vergegenwärtigt, so wie in deinem Fleisch und Blut…. Während dem sagst du:

Besprenkle und beweihräuchere den Weltenbaum, Stab oder dich selbst und sage:

Von den Tiefen zu den Höhen erstreckt sich der Weltenbaum. Heiliger Baum, wachse in mir.

Feuer und Wasser sind jetzt in der Mitte deines Schreins gegenwärtig… so wie in deinem Herzen… atme tief und fülle dich selbst mit dem Feuer und dem Wasser… mit diesen Kräften wirst du dich selbst und deinen Schrein reinigen… Beginn damit leise den Reinigungsspruch zu sprechen, während du den Coire aufnimmst und den Schrein und dich selbst reinigst…

Sieh wie die tiefe Kraft fließt und das Negative vom ganzen Schrein wegwäscht. Wiederhole:

Durch die Kraft des Wassers und dem Licht des Feuers, dieser Schrein ist hehr und heilig (1)

Besprenkle alles mit dem Wasser und fühl das Durchspülen der reinen, klaren Unterweltkraft… die Teile und Überreste deiner alltäglichen Gedanken und Taten wegwäscht… die halbverbundenen Spinnweben des Geistes… Sie hinterlässt dich und den Schrein rein… während du den Coire wieder hinstellst und die Räucherung aufnimmst…

(Ritualist geht dazu über sich selbst und den Schrein zu beweihräucherng und wiederholt den Spruch weiter.)

Während der Rauch der Räucherung dahinschwebt, trägt es die leuchtende Kraft der Himmel mit sich… Das alles Negative zu Asche wandelt… das alles wärmt was es berührt und füllt es mir einer reinen Flamme… in der kein Platz für Negatives ist… und der Rauch hinterlässt dich und deinen Schrein tief durchflossen und hell leuchtend… du beendest das Räuchern und stellst die Räucherung zurück an deinen Platz… Atme tief, breite deine Arme über deinen Schrein aus…

Das Zentrum wurde gesegnet, der Schrein wurde gereinigt… öffne nun dein Inneres Auge mit den mittleren Reichen… Dem Land auf dem du stehst… dem Himmel der sich über dir erstreckt… das Meer das dich umringt… im Zentrum stehen Feuer, Quelle und Baum… Mit dieser Vision um dich spreche den Spruch:

Breite deine Hände aus und nimm den Schrein in seiner Ganzheit in dein Bewusstsein auf, während du sprichst:

Möge das Meer sich nicht erheben und alles Üble kehre ab.
Möge der Himmel nicht auf uns herabfallen und alles Üble kehre ab.
Möge das Land uns halten und alles Üble kehre ab.
Das Feuer, die Quelle, der Heilige Baum: fließt, brennt und wachst in mir!
In Land, Meer und Himmel, in der Tiefe und in der Höhe. So ist der Hain beansprucht und geheiligt. So sei es!


Jetzt wo die Welten um dich herum erfasst sind… sitzt du am Schrein im Zentrum der Welten… hier an der Wegkreuzung vom allem was ist, kannst du die Tore zur Anderswelt öffnen … als erstes ist es angemessen der Gottheit der Tore etwas zu geben...

Ruf eine Vision der Gottheit herbei, die du darum bitten willst die Tore dieses Hains zu öffnen… Sieh, wenn du möchtest… die Gestalt der Gottheit… stark und schön… du kannst wählen das Gesicht zu sehen, mit leuchtenden Augen und geheimen Wissen… eventuell siehst du die Kleidung und Schmuck, die Werkzeuge und Waffen des Wächters der Tore… es ist aber auch möglich, dass du nur die Gegenwärtigkeit der Gottheit spürst… eine Aura des Leuchtens, ein schattiger Nebel, eine Kraft die weit sieht und die Wege der Suchenden öffnet… nimm deine Gaben auf und opfere der Gottheit der Tore während du sagst:

Gib Öl oder eine Räucherung in das Feuer und sage:

Ich mache dem Hüter der Tore dieses Opfer, Herr des Dazwischens, Hüter der Wege und Öffner der Wege.  Vereine deine Magie mit meiner und schütze die Tore dieses Haines. Hüter der Tore, nimm mein Opfer an!

Hier, an diesem Ort, hast du dich der Anderswelt bereits genähert… du bist bereits von den inneren Visionen der Welten umringt… doch du kannst ein tieferes Tor öffnen, wo das Zentrum stark ist… Ein einzelner Punkt, hier über den Heiligtümern, das für dich das Tor zur Anderswelt wird… sieh wie die Gottheit des Tores sich zu dir dreht… Die Hände geöffnet um deinem Spruch Stärke zu geben… Blicke auf deinen Schrein… Such einen Ort der das Zentrum des Musters das du gewoben hast zu sein scheint … lege deine Handflächen und Finger flach zusammen... und zeige mit deinen Fingern auf diesen Ort… während du sagst:


Jetzt lass dieses heilige Zentrum zur Grenze aller Welten werden,
Lass das Feuer sich öffnen als Tor
Lass die Quelle sich öffnen als Tor
Lass den Baum zum Weg dazwischen werden
Beim Hüter der Tore und bei meinem Willen und Wort: Lass das Tor sich öffnen!

Breite die Arme weit aus … und lass dein inneres Auge den Nebel sehen der sich teilt… Als würde der Stoff deiner Inneren Welt geteilt werden… sogar die Realität deiner physischen Luft… und sieh wie das Tor erscheint… Und es öffnet sich in der Art und Weise wie es für dich richtig und real ist... Leuchtend mit einem beschatteten Licht… ein Licht, das in sich selbst ein Tor ist… und so ist durch diesen Schritt der Hain gemacht und das Tor geöffnet… an diesem Ort kannst du in die Anwesenheit der Geistwesen kommen… und sie in deine…

Jetzt ist es angemessen deine Gaben an alle Wesen der Welten zu geben…. Es kann sein, dass du jetzt noch keine enge Beziehung zu den Ahnen, Geistern des Landes und Göttern hast… doch immer wenn du das Feuer anzündest und ihnen Gaben bringst, werden sie dir sicherlich ihre Gesichter zuwenden.. öffne dein Herz zu den heiligen Wesen und beginne deine Anrufung…

Fülle das Horn oder den Kelch mit Bier, hebe ihn hoch und sage:

Götter Ahnen und mächtige Sidhe, Kräfte von Himmel, Land und Meer.
Bei Feuer und Quelle und Heiligem Baum, bringe ich euch Gaben dar!
Jenen die im Unten wohnen, jenen die im Oben wohnen und den Stämmen der Geister von Himmel, Land und Meer.
Hört eure/n wahre/n AnbeterIn (dein Name) an, während ich euch eine gebührende Gabe darbringe.

Zuerst rufst du die mächtigen und geliebten Toten … fühl den Fluss des Blutes in deinem Körper und werde dir der großen Kette des Lebens und des Todes bewusst …  die menschlichen Körper und Geister, Verwandten des Blutes und des Herzens, die Kraft und Weisheit aus der Vergangenheit bringen … bringe den Ahnen Gaben dar und sag:

Alte, meine Ahnen, denkt an mich, wie ich an euch denke! Ahnen, nehmt mein Opfer an!

Gieße etwas Bier in die Opferschale.

Jetzt ist es Zeit die Wilden und Noblen Geister zu rufen … fühle den Atem in deinem Körper, das Land unter dir, werde dir der unzähligen Klans von Wesen bewusst die die Welt mit dem Menschen teilen … die Wunder und Reichtum von der Großzügigkeit der Welt bringen … opfere den Geistern und sag:

Hebe das Horn und sag:

Geister des Landes, helft mir wie ich euch helfe! Geister, nehmt mein Opfer an!

Gieße etwas Bier in die Opferschale

Jetzt rufst du die Heiligen und Leuchtenden Götter an … die Kräfte des Himmels und des tiefen Flusses in deinem Geiste … der auch in den Götter fließt, deren Wesen selbst aus jenem Feuer ist, dem Schatten … die unsterblichen Götter und Göttinnen jeder Welt die Liebe und Erleuchtung bringen … bringe den Götter Gaben dar und sag:

Hebe das Horn und sag:

Götter und Göttinnen der Altvorderenzeit . Ehrt mich wie ich euch Ehre! Leuchtende, nehmt mein Opfer an!

Ale in Opferkessel.


Jetzt wo du die ersten Gaben gegeben hast, so dass die Augen der Götter und Geister sich zum Feuer wenden, zum Schrein…. Die liebenden Gesichter der Ahnen … die seltsamen Augen der tierischen Verwandten … der leuchtende Blick der Göttinnen und Götter … öffne dein Herz  den erhabenen Stämmen und sage:

Mächtige, Edle und Leuchtende, seid willkommen an meinem Feuer! So sei es! 

Ruhe einen kurzen Moment in der Anwesenheit der Kräfte ….
Wenn es Opfergaben zu bringen gibt – an Götter der Jahreszeiten, um speziell eines der Kräfte zu ehren, kannst du das jetzt tun … es ist aber auch immer möglich und angemessen ein Ritual zu machen um alle Kindred gemeinsam zu ehren.
Jetzt wo du dich vorbereitest die Zentrale Opfergabe zu tätigen, öffne dein Herz noch mal für alle Kräfte und Wesenheiten dieses Rituals … atme tief und lass den Atem die Kraft in dir bewegen und sie in deine Hände bringen … nimm deine Hauptopferung … und halte sie in deiner Hand … lass die Kraft all deine Liebe und Ehrerbietung, deine Ehrfurcht und deine Sehnsucht in diese Opferung … und gib die Gaben in das Feuer, so wie du all deinen Anbetung durch das Tor gibst … du sagst:

Opfere den letzen Teil Bier und mach eine Ölopferung ins Feuer und sage:

Möge meine Stimme sich über der Flamme erheben
Möge meine Stimme über der Quelle erklingen
Oh Ehrwürdige, Mächtige Tote, Noble Geister, Leuchtende Götter
hört mein Preisen, während ich euch dieses Opfer darbringe! Nehmt meine Anbetung und Verehrung an.
Teilt mit mir die Weisheit der Druiden und gewährt mir euren Segen!

Deine Worte, dein Wille und dein Respekt fließen hinauf von dir durch das Tor zu den Göttern und Geistern … für einen Moment mach dir die Anwesenheit der Kräfte in deinem Geist bewusst, während der Rauch deiner Opfergaben zu ihnen hinauf strömt. …

Dies ist die Drehachse des Rituals… Bis zu diesem Moment war das Ziel deiner Arbeit deine Stimme und Kraft nach außen zu senden… Du hast dir Gehör verschaffen… Jetzt haben die Kräfte deine Geschenke erhalten… haben deinen Ruf gehört… und das Blatt des Rituals wendet sich… Wendet sich dahingegen, so dass der Fluss jetzt von den Göttern und Geistern zu dir fließt… Der Fokus bist nun du und dein Schrein… während der Segen der Götter zu dir kommt…

Zunächst ist es angebracht in einem Omen nach dem Willen und die Bereitschaft der Götter in dem Ritual zu erfragen… öffne dich selbst dem Fluss der Kräfte die zu durch das Tor zu fließen beginnen… nimm dein Divinationsinstrument und befrage das Omen. Sag:

Frage nach einem einfachen Omen mit diesem Spruch:

(Name und Art der Wesen die befragt werden), ich habe euch Gaben dargebracht. Lasst nun die wahrhaftige Sicht mein sein, die wahrhaftige Sprache sei mein. Antwortet mir nun, ihr Geister, welchen Segen ihr mir im Gegenzug für meine Gaben schenkt.

Denke über das Omen nach…. Prüfe die Bedeutung der Symbole nach, und lass deinen Geist die Botschaft formulieren, die sie dir bringen… der erste Fluss des Segens… der nun stärker wird… nimm deinen Segnungkessel (oder Kelch) und schenke das Bier ein, sag:

Fülle das Horn und sage:

Ich schenke ein das Bier /den Wein / Saft… der Inspiration, I schöpfe von dem Wasser der Quelle der Weisheit. Ich fülle den Kessel meines Geistes mit diesem Getränk. Ich rufe die Ahnen, Naturgeister und Götter an mir zu geben, wie ich ihnen gegeben habe, so wie ein Geschenk nach einem Geschenk ruft.

Halte den Segenskelch hoch zum Tor…. Und wisse das in dieses Getränk der Segen der Götter, der Toten und der Geister fließt…. In welcher Form auch immer wahr und real für dich ist… ein Strom aus Licht… ein sich erhebender Schatten…. Füllt deinen Kessel… Weisheit, Liebe und Kraft, die dir gegeben werden… deins anzunehmen… sieh wie dein Kelch damit leuchtet, während du sagst:

Halte deinen Segenskelch hoch zum Tor….

Oh (Schirm- Kräfte), heilige diese Wasser! Lasst dieses Bier wie das Feuer der Götter werden, wie der Met der Weisheit. Ich öffne mein Herz dem Fluss eueres Segens. Ich, euer Kind und Anbeter. Siehe, das Wasser des Lebens!

Blicke für einen Moment in deinen Kelch… sieh den Segen der dort auf dich wartet…. Tief im Wasser des Lebens… das Geschenk der Heiligen Welten… eine Gabe an das Feuer und die Quelle in dir… hebe nun deinen Kelch zu deinen Lippen und trinke… trinke tief.. und öffne dich selbst dem Segen… fühl es in deinem Bauch.

Atme tief und fühl die Zwei Kräfte in dir…. Fühl wie der Segen sich mit ihnen vermischt… das Feuer nährend…. Im Wasser glitzernd… deine Lenden füllend…. Dein Herz… dein Kopf…. Es kann sein das Bilder aufkommen, während der Segen dich füllt…. Behalte diesen Moment im Gedächtnis, dieser Kontakt mit den Kräften der Kräfte… während du sagst…

In anderen Riten kann es sein, dass du eine Intention, ein spezifisches Ziel ein bringst und diese Kraft wird durch deinen Willen und deine Visualisation auf dieses Ziel gerichtet… doch für jetzt… rufe dir das Bild des Heiligen Hains in Erinnerung…. Des Feuers und der Quelle und des Baume im Zentrum…. Der Unteren Welt unterhalb… den Himmeln über dir… Land, Meer und Himmel die sich und ich herum ausbreiten…. Und all die Wesen in allen Welten… halte dieses Bild, während du den Segen bestätigst….

Trinke das Bier andachtsvoll und sage:

Die Welten sind in mir und ich bin in den Welten. Der Geist in mir ist der Geist in den Welten. Durch Feuer, Quelle und Baum; Durch Götter, Tote und Sidhe: Der Segen fließt und leuchtet in mir.
Biodh se abhlaidh!
(ausgesprochen: Bi shi o-u-eh)
(wenn es noch Arbeiten zu verrichten gibt, wie z.B. Zauber um ein Ziel zu erreichen, sollten Sie zu diesem Zeitpunkt abgehalten werden.)

Jetzt hast du den Segen der Kräfte erhalten und du sitzt mit den Welten und die Ahnen, Naturgeister und Götter um dich herum…. Jetzt, während du dich darauf vorbereitest das Ritual zu beenden, ist es angebracht jenen die dir geholfen haben zu danken. ….

Atme tief, lass den Segen in dir scheinen…. Füll dein  Herz und deinen Geist mit Liebe für die Welt und ihren Wesen…. Mit Dankbarkeit für den Himmel, dessen Luft du atmest, für das Land, dass dein Leben erhält, für das Meer dass das Gleichgewicht allen Lebens hält… fülle dich mit der Dankbarkeit für die Ahnen, deren Leben dich gemacht hat…. Für die Geister des Landes, mit denen du die Welt teilst… und für die Götter und Göttinnen die alle Welten erhalten.
Wenn alles getan ist, Danke indem du sagst:

(Patron Kräfte), Ich danke euch! Leuchtende, Naturgeister und Ahnen. Ich danke Euch für Eure Hilfe und euren Segen.
Götter, Ahnen und Geister des Landes: Ich danke euch, dass ihr meine Magie aufrechterhalten habt.

Kehre mit deiner Aufmerksamkeit nun zum Zentrum zurück….. zum Tor das offen steht…. Zum Bewahrer des Tores…. Gib dem Torwächter deinen Dank und sage:

Herr der Tore, Herr der Weisheit, ich danke dir.  wir danken dir für deine Führung und Schutz! 

Bringe nun deine Hände zusammen, Finger zeigen auf das Tor und sage:

Mach eine schließende Spirale und sag

Lass das Feuer Flamme sein,
Lass die Quelle Wasser sein,
Lass alles sein wie’s vorher war,
bis auf die Magie die hier geschah!

Und sie auf die Art und Weise es für dich richtig ist wie das Tor sich schließt…. Der Nebel zieht sich über dem Zentrum zusammen… und während das Tor sich schließt, schwindet die Vision des Haines und der Welten…. Du sitzt in deinem Sitz, vor deinen Heiligtümern und dem Schrein….

Atme tief und erneuere dein Zentrum… fühl den Segen in dir fließen…. Dieser Fluss der Zwei Kräfte ist nicht etwas was du jemals verbannen musst…. Es ist das Gleichgewicht in dir, dass dein Leben erhält…. Doch jetzt lass deine Bewusstheit vom Feuer und vom Wasser schwinden….. halte jeden Tropfen und Funken fest den du brauchst…. Gib alles frei was du nicht brauchst.

Der Ritus endet mit der Erdmutter, so wie er begann… in allen Orten, in aller Zeit, erhält sie dein Leben und deine Arbeit aufrecht. … gib ihr deinen Dank und sage:

Zentriere dich und erwäge deine gesamte Arbeit und Ende…. sage:

Der Mutter gebe ich meinen Dank, dafür dass sie mein Leben und meine Arbeit aufrechterhält.

Das Ritual endet indem du zuletzt sagst:

Das Feuer, die Quelle und der Baum, fließt und brennt und wachst in mir!
Friede und Segen allen Wesen.
Das Ritual ist beendet!

(1) Übersetzungsanmerkung: Die genaue Übersetzung an dieser Stelle würde "Ganz und heilig" lauten. Hehr und Heilig ist ein stehender Spruch in veralteter Kirchensprache und daher alte Ritualsprache, weshalb ich diese gewählt habe. Hehr bedeutet erhaben.

Original von Ian Corrigan, Deutsche Übersetzung von Ishtar. Erlaubnis zur Veröffentlichung erteilt April 2012.

Weiterführende Artikel:
ADF Ritualgrundstruktur - eine kurze Erklärung
Schritt für Schritt durch ein einfaches Schreinritual
ADF Artikelübersicht Deutsch

Anmelden