| Wie der Hase zu den Eiern kam |
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| Geschrieben von: Ishtar |
| Donnerstag, den 12. März 2009 um 15:54 Uhr |
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Die Symbole von Hasen und Eiern sind ur-alt und ur-heidnisch. Das frühste bisher bekannte Beispiel stammt von der Decke eines Buddhistischen Tempels in Mogao, nahe Dunhuang in China. Es wird auf die Sui Dynastie (581-618 u.Z.) datiert. „the three hares Project“ geht aufgrund vorhandener Funde davon aus, dass das Symbol von Osten nach Westen über die Seidenstraße verbreitet hat. Hier stellt sich natürlich die Frage, in wie weit das Symbol nicht eher auf dem chin. Volksglauben basiert und mit dem Mondhasen im Zusammenhang stehen könnte, vor allem weil die Sui Dynastie erst dabei war den Buddhismus zu fördern um darunter das Land zu einen. Parallel waren der Konfuzianismus, Taoismus und vor allem die chin. Volksreligion sehr verbreitet.
Der Hase wird zum Eierbringer Ein Eier bringender Hase ist eine neuzeitliche Verbindung ca. aus dem 17. Jh. Im 16. Jh. wurden die Ostereier noch von regional unterschiedlichen Tieren gebracht:
Den ersten schriftlichen Beleg für Hasen als Ostereierbringer liefert uns Georg Franck aus Franckenau 1678, ein Medizinprofessor. In seiner Abhandlung „De ovis paschalibus“ (von Oster-Eiern) schildert er die negativen gesundheitlichen Folgen, die sich aus dem übermäßigen Verzehr von Haseneiern ergeben. Er bezieht sich dabei vor allem auf die Region des Elsass. Dort berichtet er von mehreren Fällen in denen der Verzehr zu Magen- und Darmstörungen führte, ein Franziskaner soll mit seinem Leben gebüßt haben. In dieser Abhandlung erwähnt der Arzt, dass bei diesem Brauchtum einfältigen Leuten und kleinen Kindern weiß gemacht werde, dass der Osterhase die Eier ausbrüte und im Garten verstecke. Zu dieser Zeit waren die Ostereier scheinbar ein rein katholischer Brauch, der so unterschwellig kritisiert wurde. Die Protestanten waren der Ansicht, dass man sich Gott rein durch den Glauben verdient machte und nicht durch Werke wie Fasten. „Eier machen kein Ostern“. Allerdings verhinderte auch das nicht die Einführung von säkularen Ostereiern in evangelischen Familien (Katholische wurden vorher geweiht und waren deshalb nicht säkular (Säkularisierung = Trennung von Kirche und Staat, Entheiligung von Riten)). Manchen Quellen zufolge scheint diese Säkularisierung die Einführung des Osterhasen mit sich gebracht zu haben. Allerdings ist es offensichtlich, dass der Hase als Frühlings- und Fruchtbarkeitssymbol bereits älter als das Christentum ist und es in späterer Zeit einfach zu einer Verbindung der beiden Symbole Hase und Ei kam. Über die vorchristliche Bedeutung des Eis werde ich an anderer Stelle berichten. Winterbräuche des „ungesehen Schenkers“ wie bei Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann wurden auf den Osterbrauch übertragen, so dass der Osterhase selbst zum Gabenbringer wurde. Um 1800 wurden die Ostereier mit dem Osterhasen bereits vom Bürgertum akzeptiert, allerdings weniger als religiöse Symbole, sondern mehr im Rahmen eines Familienfestes. Eine Ostereiersuche ist z. B. für 1783 aus dem Hause Goethes in Weimar belegt (allerdings für Gründonnerstag). Die Verbreitung des Osterhasen und der Ostereiersuche scheint zunächst in protestantischen Gegenden Fuß gefasst zu haben. Ganz genau geklärt ist es also nicht, wie die Verbindung zwischen Hasen und Eiern entstand, vielleicht einfach aus dem Bedürfnis heraus zwei an einem Fest auftretende heidnische Symbole miteinander zu verbinden.
Gesammelte Erklärungen:
Aufgrund seiner alten Überlieferungen und Verbindung zu Fruchtbarkeit und Lebendigkeit, die gerade im März deutlich wird, ist der Hase auf für Naturreligiöse Menschen ein sehr schönes Symbol. Sicherlich machen Hasen und Eier in einer Naturreligion die das neue Leben und die neu erwachte Fruchtbarkeit im Frühling ehrt viel mehr Sinn und sollte unbedingt beibehalten werden. Edain McCoy beschreibt in ihrem Buch über Ostara eine wundervolle Geschichte wie die Tiere des Waldes der Göttin Geschenke bringen wollen. Ein Hase stolpert dabei über ein Ei und überlegt, dass dies ein angemessenes Geschenk wäre. Zuhause wird er jedoch unsicher und möchte nicht „nur“ ein Ei schenken. Also macht er sich daran das Ei wundervoll zu bemalen und schenkt es der Göttin. Diese ist so begeistert davon, dass sie sich wünscht, dass auch alle anderen bunte Eier zum Frühlingseinzug als Geschenk erhalten, vor allem die Kinder, die ja Symbol des neuen Leben der Menschen sind.
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 29. März 2009 um 20:02 Uhr |
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