Glaubensändung durch Schwangerschaft - Geburt ?

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10 Jun 2011 07:11 #10679 von Coryllus
Hey,

dieses Thema finde ich auch sehr spannend.
Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass ein Ritual oder Segen während der Geburt glaube ich nur von den Begleitern geleistet werden kann.
Bei der Geburt meines Sohnes war der Schmerz einfach so stark, dass ich dafür gar keinen Nerv gehabt hätte.
Bei mir war es so, dass die Wehen von Anfang an (bis auf die erste halbe Stunde) sehr stark und im Abstand von fünf Minuten kamen - deshalb hat die Geburt auch "nur" 7,75 Stunden gedauert. Hätte mein Spatzel nicht schief gelegen, wäre er wahrscheinlich ein-zwei Stunden früher gekommen.
Ich war froh, dass mein Partner da war und mir immer wieder Wasser und einen nassen Lappen reichte, denn von Rund-um-Betreuung durch die Hebamme war gar keine Rede, weil sie in der Nachtschicht allein für vier Gebärende zuständig war. Da muss ich ehrlich sagen, wäre ich ganz allein gewesen, hätte ich wahrscheinlich durch die Schmerzen auch mächtig Angst bekommen.
Letzendlich empfand ich aber die Wehen als das kraftvollste, dass ich je erlebt habe und sie haben mich in Verbindung mit den Elementen Feuer und Erde gebracht, an die ich auch ständig denken musste.

Mein Wunsch wäre, dass die Geburt idealerweiser von einer vertrauten Frau (Mutter, Schwester, Freundin etc.) begleitet wird, die sich um das Drunherum kümmern und Sicherheit geben. Nach der Geburt segnet der Vater das Kind und gibt ihm seinen Namen - muss ja keine große Zeremonie sein.
Leider sieht die Realität oft anders aus.

Leider habe ich es noch nicht zu Stande gebracht mein Kind zu segnen, aber ich bereite schon einiges für seinen zweiten Geburtstag von, z.B.: Räucherung, Baum pflanzen, Göttin und Gott um Segen und Schutz bitten usw.

Ganz allgemein finde ich aber, dass man sich nicht so unter Druck setzen sollte, mit dem was man sich vorgenommen hat und was am Ende übrig blieb.
Die Geburt und der kleine Erdling an sich sind schon sehr heilig und das Alltagsleben hält auch noch genug Druck bereit.

Viele liebe Grüße und euch und euren Kindern alles Gute,
Kräuter-Marie

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14 Jun 2011 10:01 #10691 von Athena
Die Glaubensveraenderung durch Schwangerschaft, Geburt und Mutterwerden war bei mir so stark, dass ich seit 3 1/2 Jahren ueberlege ob und wie ich diese Veraenderungen in meinen Glauben integrieren kann... :P

Die groesste Veraenderung fuer mich war, dass ich bis dahin das Goettliche [fast] ausschliesslich als Goettin in Gestalt der Isis verehrt hatte - also Gott = Isis ...

Ich habe mich aber dahin veraendert, dass ich zum einen das Goettliche oft einfach ohne Form/Gestalt wahrnehme einfach nur als goettliche Urenergie und Urquelle -Pan[en]theismus-
manchmal auch als reines "Licht" und/oder "Liebe";

Zum anderen erlebe ich nun die Goettin als "Zusammenfassung verschiedener goettlicher Energien" (- oh je das hoert sich schrecklich an :dry: ich erlebe das nicht so technisch trocken wie sich das anhoert!)
und habe seitdem ich wieder zum Alten Weg zurueckgekehrt bin auch einen intensiven Bezug zum Gott. :)


Das Jahr bis zur Geburt war ich zudem im British Traditional Wicca eingebunden (ich war vor kurzem nach England ausgewandert und hatte da gleich Anschluss gefunden); kam aber einige Monate vor der Geburt zur Erkenntnis, dass BTW nicht mein Weg ist.

- leider kippte ich dann das Baby mit dem Bade aus und hatte mich fuer eine Weile (2 Jahre) komplett von der Alten Religion abgewandt;
dies hat aber auch sein Gutes gehabt da ich sehr viel ueber mich selber gelernt habe.

Be who you are and say what you feel, because those who mind don't matter, and those who matter don't mind.

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