Transgender - Debatte unter Heiden in USA

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03 Mär 2011 19:29 - 03 Mär 2011 19:41 #10202 von Ishtar
Hallo ihr Lieben

Leider habe ich zu wenig Zeit, mir alle Infos genau reinzuziehen und einen kleinen Überblicksnews zu schreiben (sollte jemand anderes Lust darauf haben, ich gebe gerne Schreibrechte oder veröffentliche ;-))


Dennoch wollte ich darauf aufmerksam machen, weil ich es für eine sehr wichtige Debatte halte.

Der PantheaCon ist womöglich eine der größten neuheidnischen Hallenkonferenzen in den USA, das gute 2000 Neuheiden aus mehreren Staaten und internationale Teilnehmer anlockt. Am diesjährigen PantheoCon kam es bei einem Ritual zu einem kurzen Zwischenfall, der die Transgender-Debatte stärker entflammte als je zu vor. Bei dem Ritual handelte es sich um ein "nur Frauen Ritual". Der Zwischenfall ereignete sich als einige Transfrauen am Ritual teilnehmen wollten und abgewiesen wurden.

Die Diskussion über die Einbeziehung von Transsexuellen bei Dianischen Ritualen ist nicht neu, aber wir dürfen sicherlich gespannt sein, wo das hinführen wird. Vielleicht erinnern sich einie von euch noch an die sehr berührende Geschichte von Witch of Sadness, die auf der alten HP drauf war, die ich hier leider nicht mehr veröffentlich habe, wegen der "Jugendfrei" Problematik, obwohl sie mir sehr gefallen hat. Die Hohepriesterin des Rituals hat inzwischen die komplette Verantwortung übernommen und es als ihren Fehler dargestellt, da sie nicht genau beschrieben hat, dass nur "cis-Frauen" (also keine Transsexuelle) teilnehmen durften.

Auf jeden Fall hier einige Links auf Englisch zu der Debatte:
Pagan newswire collective
Essay
inclusive gender based mysteries
dianic rites and gender identification
transgender issues in pagan religions
addressing transgender exclusion
crow ritual über transgender
CAYA Coven die organisatoren des Rituals
Buchautorin und Lilith-Priesterin meldet sich zu Wort

BB
Ishtar
Letzte Änderung: 03 Mär 2011 19:41 von Ishtar.

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21 Mär 2011 12:10 #10271 von Lady of Darkness
[Eine kurze Zusammenfassung für diejenigen, die sich nicht durch die ganzen Beiträge wühlen wollen: Es gab während Pantheacon ein Ritual, das offenbar vorab nicht ausdrücklich als dianistisch(???) gekennzeichnet war, aber als es stattfinden sollte, wurden auf Bitte der Hohepriesterin (die anschließend auch die Verantwortung dafür übernommen hat) sowohl Männer als auch Transsexuelle abgewiesen, die teilnehmen wollten.]

Heute morgen bin ich über einen Blog-Beitrag auf diese Thematik aufmerksam geworden... eigentlich befasse ich mich ja weniger damit, wer sich wo zu was für Cons trifft. Aber natürlich ist das einer dieser im Alltags-Denken schnell vernachlässigten "philosophischen" Punkte, über die man auch als Heide streiten könnte: Was macht das Männchen zum Männchen und das Weibchen zum Weibchen? Welchen Einfluss hat das genetische Geschlecht auf die Ausübung von Magie, und wie beeinflussen die Gefühle der anderen Teilnehmer in "geschlechtsübergreifenden Gruppen" die Energie? Und macht es einen Unterschied, ob die geschlechtsangleichenden Operationen bereits stattgefunden haben oder nicht?

Ohne bislang in der Situation gewesen zu sein, glaube ich gegenwärtig nicht, dass die genetische Ausstattung anderer Teilnehmer mich im Ritualkreis stören würde. Schließlich geht es im Ritual ja auch nciht um die tatsächliche physische Ausstattung der einzelnen Teilnehmer, sondern um die Energie, und die ist meiner Meinung nach eher von der Seele abhängig als vom Körper.

Remember that you're perfect - the gods make no mistakes...

https://diandrasgeschichtenquelle.org
https://knusperhaus.wordpress.com

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21 Mär 2011 20:06 #10274 von eald
Ich verstehe die Aufgebrachtheit der Transgender die sich möglicherweise als zuwenig als, in diesem Fall, Frauen angenommen fühlen. Das wäre ein durchaus interessanter Gesprächsstoff, ob - wenn Transfrauen z.B. ein Dianisches Ritual stören "sollen", Transmänner das eventuell gleichermaßen tun, oder nicht oder die in keinen Mannbarkeitsritualen zu inegrieren seien oder...

Das dort eine Gruppe für sich beschied "ihr nicht" - ihr imho gutes Recht. Wenn eine rein aus schwarzen Frauen bestehender dianischer Zirkel beispielsweise Asiatinnen oder Europäer ausschlösse, wäre das doch auch okay - oder?

Sprich: Wenn es hieße 'wir' wollen Männer und transgender Frauen nicht, so what? Solang es nicht im Nachsatz zu letzteren etwa hiesse "weil ihr keine [echten] Frauen seid!" fänd ich das in Ordnung. Eine Begründung - weil ihr Manngeboren seid fänd ich genauso okay, wie wenn die mein Hypothetischer Coven anfügte, weil ihr nich dunkelhäutig seid.

Warum also nicht genauso formulieren, dann sind die einen nicht sauer und die Anderen können ihres machen wie sie es mögen. Wenn z.B. eine Frau Probleme mit Männern hat - ganz wertfrei jetzt - versteh ich schon, das die auch bei Transsexuellen möglicherweise sich bedrängt fühlen "könnten". Oder Wenn Schwarze Frauen auf Black Power machten oder ...

Als wenn die Welt nicht so schon kompliziert genug wär'.

eald...
¯|¯¯¯¯
:silly:

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21 Mär 2011 20:17 #10275 von Ialokin
Ich finde auch, daß alle Gruppen selbst entscheiden dürfen, mit und ohne wen sie feiern (oder was immer sonst tun) wollen.

Bei einer öffentlichen Veranstaltung - und die Pantheacon ist in den Staaten DAS Ereignis - ist es natürlich wichtig, genau zu sagen, was man möchte und meint; je öffentlicher, desto weniger Privatheit kann vorausgesetzt werden. Und das - nämlich das ungenaue Bezeichnen, wer zu jenem Ritual nun zugelassen war oder nicht - war ja wohl auch das Problem.

Ialokin

Die Liebe zu schenken, den Zauber zu wecken, das Leben zu feiern - das ist unser Sinn.

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22 Mär 2011 15:44 #10278 von Miakoda
Ich kann nur für mich schreiben, wie ich es finde. Es ist mir egal wer bei einem Ritual dabei ist. Ich versuche ganz zu werden, das heißt sowohl die Frau wie auch den Mann in mir zu wecken.
Wenn man keine Transgender möchte, so sollte man es auch klar und deutlich vorher bekannt machen, sonst wird es für die Betroffenen die weggeschickt werden zu einer Demütigung, und ob das einem Ritual dienlich ist??????

Lieben Gruß Miakoda

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